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Russischer Diesel für Brasiliens Agrarsektor

Euro-Denkmal in Brüssel

Noch in diesem Sommer will Brasilien aus Russland so viel wie möglich preisgünstigen Diesel importieren. In erster Linie soll der Kraftstoff der Versorgung des Agrobusiness dienen. Dieses ist außerdem stark auf Stickstoff-Düngemittel aus Russland und Belarus angewiesen. Gleichzeitig hat Russland bereits zu Beginn der westlichen Sanktionspolitik 2014 seinen Markt für Lebensmittelimporte aus Lateinamerika, besonders Fleisch, geöffnet.

Überwiegend gehen die Exporte des Agrar- und Ernährungssektors, der für fast die Hälfte der gesamten Exporte Brasiliens steht, allerdings nicht in diese Region. Nach China ist die EU noch vor den USA der größte Abnehmer. An erster Stelle steht Soja, aber auch Kaffee, Orangensaft und Fleisch sind wichtige Exportgüter. Verteuert oder verringert sich dort die Produktion, bekommen das auch die Abnehmer und Verbraucher in der EU zu spüren.

Genau das wäre der Fall, würde sich Brasilien den Strafmaßnahmen gegen Russland und Belarus anschließen. Auch hier zeigt sich die Schwierigkeiten, Sanktionen so einzusetzen, dass sie nicht als Bumerang wirken. Brasilien verprellen können Brüssel und Berlin nämlich nicht, denn das Land besitzt fast unendliche natürliche Ressourcen. Industrien und Bevölkerung in der EU müssen ja irgendwie weiter versorgt werden, wenn die Verbindungen nach Osten gekappt sind.

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