Der im Museumshafen des Kieler Schifffahrtsmuseums liegende Seenotrettungskreuzer »Hindenburg« der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hatte drei auf denselben Namen getaufte Vorgänger.
Gebaut wurde das Großmotoren-Rettungsboot mit 300 PS starken Motoren 1944 auf der Spezialwerft Pahl in Hamburg-Finkenwerder und kam noch im Zweiten Weltkrieg unter dem Schutz der Genfer Konvention auf der Nordsee zum Einsatz. Bis zu ihrer Außerdienststellung 1979 wurden mit der »Hindenburg« mehr als 800 Menschen aus Seenot gerettet.
Benannt ist das Schiff nach dem kaiserlichen Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg, der an der Spitze der Obersten Heeresleitung im Ersten Weltkrieg eine Art Militärherrschaft errichtet und Millionen in den Schützengräben verheizt hatte. Ab 1925 stand er als Reichspräsident an der Spitze der „Republik ohne Republikaner“ (Kurt Tucholsky). Am 30. Januar 1933 brachte das Staatsoberhaupt Hitler mit dessen Ernennung zum Reichskanzler an die Macht.
