
Die Kieler Werften German Naval Yards und ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) können sich über ihre geschäftliche Lage nicht beschweren. Nicht zuletzt wegen dicker Aufträge für Exporte brummt der Laden am Rüstungsstandort mit langer Historie. Am 1. August konnte die für Israel gebaute INS Drakon die Bauhalle von TKMS zur Werftausrüstung verlassen. Das dritte U-Boot der Dolphin-II-Klasse für diesen Kunden besitzt einen verlängerten Turm, mit dem ballistische Raketen abgefeuert werden können, vermutlich auch nuklear bewaffnete.
Bei TKMS werden bis 2034 konventionelle U-Boote der neuesten Generation (Klasse 212 Common Design, U212CD) gebaut: zunächst vier für die Königlich Norwegische Marine und zwei für die Teilstreitkraft der Bundeswehr. Die Anschaffungskosten auf deutscher Seite werden mit 2,79 Milliarden Euro beziffert; für TKMS handelt es sich um den größten Deal in der Geschichte des Unternehmens. Zum Vergleich: Die gerade von der Ampel im Rahmen ihrer Haushaltseinigung beschlossenen Kürzungen betragen bei den Sozialleistungen 1,5 Milliarden Euro.