Das Lichtspielhaus mit der funktionalen Fassade an der Calzada de Infanta im Stadtzentrum von Havanna stammt aus den 1940er Jahren. Mit 1485 Plätzen gehörte es damals zu den größten Kinos der kubanischen Hauptstadt. Am 29. März 1975 wurde ein Brandanschlag auf das Stadtkino verübt, bei dem auch benachbarte Häuser beschädigt wurden. Danach verschwand das Cine Infanta für lange Zeit aus dem regulären Kinobetrieb.
Erst drei Jahrzehnte später wurde es am 27. Oktober 2006 nach vollständiger Rekonstruktion wiedereröffnet. Seitdem verfügt das Gebäude über vier Kinosäle und eine Videothek und wird auch für Filmfestivals und besondere Veranstaltungen genutzt. In einer Verbalnote Kubas an die UN-Generalversammlung vom 24. November 2014 wird der Fall in einer Chronologie von Schäden durch feindliche Handlungen und politisch motivierte Sabotageakte aufgeführt.