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Café Moskau: Sowjetisches Flair an der Karl-Marx-Allee

Detail eines farbigen Mosaiks mit Menschen und Tieren an einer Gebäudewand neben einem Glaseingang
Detail des Mosaiks 'Aus dem Leben der Völker der Sowjetunion' an der Wand des Café Moskau.

Das Café Moskau in der Karl-Marx-Allee im Berliner Stadtteil Mitte dient heute Veranstaltungen und geschlossenen Gesellschaften. Der nach Plänen von Josef Kaiser errichtete zweigeschossige Pavillon war 1964 als Nationalitätenrestaurant mit sowjetischen Spezialitäten eröffnet worden.
Zur Einrichtung mit dem Mosaik „Aus dem Leben der Völker der Sowjetunion“ neben dem Eingang gehörten Mocca- und Teestuben, ein Tanzcafé und ein Laden für Volkskunst. Nachts ging in der Bar im Untergeschoss der Sputnik ab.
Der Prestigebau an der Ecke Schillingstraße gehörte zum zweiten Bauabschnitt der Magistrale und war Teil eines Ensembles, das als gesellschaftliches Zentrum angelegt war. Zu diesem gehörten das Kino International, die Mokka-Milch-Eisbar, der Kosmetiksalon Babette, das Blumenhaus Interflor, der Modesalon Madeleine und das Hotel Berolina.
Nach dem Ende der DDR-Zeit diente das Moskau der Klub- und Partyszene. Im Jahr 2007 verkaufte der Treuhand-Nachfolger TLG die Immobilie an die Holding des Finanzinvestors Nicolas Berggruen.