Der ehemalige Bahnhof Oderberg-Bralitz auf der Oderinsel am Rand des Oderbruchs wurde 1877 von der Berlin-Stettiner Eisenbahn-Gesellschaft eröffnet. Er lag an der eingleisigen Strecke Angermünde–Bad Freienwalde, die als Teil einer größeren Verbindung vom oberschlesischen Kohlerevier zu den Ostseehäfen Stettin und Swinemünde gedacht war, im Alltag aber Regionalbahn mit etwas Güterverkehr blieb. In Oderberg-Bralitz besaß sie ein Anschlussgleis zu einem Sägewerk.
Im April 1945 endete der Verkehr, nachdem beim Rückzug der Wehrmacht die Oderbrücke gesprengt worden war. Anschließend wurde die Strecke als Reparationsleistung in die Sowjetunion abgebaut und 1949 als Nebenbahn wieder aufgebaut. Nach 1990 verlor sie den Wettlauf mit der Straße und wurde nach Einstellung von Güter- und Personenverkehr 1997 stillgelegt.