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Alexander Futran: Gedenkstein für einen ermordeten Arbeiterführer in Köpenick

Gedenkstein für Alexander Futran auf dem Futranplatz in Alt-Köpenick
Der Gedenkstein auf dem Futranplatz erinnert an Alexander Futran.

Der Granitfindling auf dem Futranplatz gegenüber der Feuerwache in Alt-Köpenick erinnert an Alexander Futran. Im März 1920 war der USPD-Stadtverordnete einer der Organisatoren des Widerstands gegen den Kapp-Putsch. Unter seiner Führung entstand in Köpenick ein Sozialistisches Verteidigungskomitee: Arbeiterwehren sollten die junge Weimarer Republik gegen den rechten Umsturzversuch verteidigen.

Nachdem das Verteidigungskomitee die Waffen niedergelegt hatte, rückte eine Einheit des Reichswehrregiments Nr. 30 kampflos in Köpenick ein. Ein Kriegsgericht verhängte am 21. März 1920 Todesurteile, die sofort vollstreckt wurden. Futran und weitere Männer wurden im Hof der damaligen Brauereiniederlassung an der Grünauer Straße erschossen.

Alexander Futran wurde 1877 in Odessa geboren. Ende des 19. Jahrhunderts zog seine Familie wegen antisemitischer Pogrome nach Deutschland. In Charlottenburg studierte Futran von 1895 bis 1900 Elektrotechnik an der Technischen Hochschule. In Köpenick wurde er zu einer prägenden Figur der linkssozialistischen USPD, für die er 1919 in die Stadtverordnetenversammlung einzog.

Der frühere Friedrich-Wilhelm-Platz trägt seit dem 31. Juli 1947 seinen Namen. 1960 wurde der Gedenkstein mit folgender Inschrift aufgestellt: „Alexander Futran / unserem Arbeiterführer / der am 21. März 1920 / im Kapp-Putsch / ermordet wurde.“ Seit Jahren machen fehlende Buchstaben den Stein auch zu einem Denkmal brüchiger Erinnerung